● Palazzo Ducale, Sala Dogana, Genova
13.01. — 29.01.2012


Kunst ist immer Körper. Kunst steht immer in einer Relation zum menschlichen Körper. Das mag einfach, ja banal erscheinen, aber die zwei kurzen Sätze öffnen verschiedene dialektische Perspektiven, die erst bewusst machen, was es heisst, dass Kunst Körper sei. Gemeint ist damit — das sei gleich klargestellt — nicht jene Relation der Kunst zum Körper, die man als Körper-Kunst umschreiben könnte oder als Frage nach der Auferstehung des Körpers in der Kunst:

– die augenscheinliche Präsenz des menschlichen Körpers in Malerei, Skulptur, Film oder Video einerseits – sie hat eine lange Tradition, die bis zur Venus von Willendorf zurückreicht und in der christlichen Kunst mit dem Corpus Christi eine schier beängstigende Fülle von Bildern erreichte und mit Francis Bacon und Lucian Freud bis in die Gegenwart reicht;

– andererseits der Einsatz des Körpers als Medium der Kunst — von Franz Messerschmidt zu Hermann Nitsch, Valie Export und Marina Abramowitsch bis zu den verschiedensten Formen der Performance.

Das alles also ist hier nicht gemeint. Der Körper ist im Kontext, um den es hier geht, ein viel konkreterer und zugleich abstrakterer Terminus.

KÜNSTLERINNEN
Mirko Aretini
Seline Baumgartner
Roberto De Luca
Jérôme Leuba
Augustin Rebetez
Silvano Repetto
Niklaus Wenger
Zimoun
KURATORINNEN
Massimiliano Madonna
AUTORINNEN
Konrad Tobler
Viana Conti

MADONNA Konzepte & Kommunikation GmbH