● Bundesamt für Migration, Bern
15.10. — 28.11.2008



Die künstlerischen Arbeiten des im Tessin aufgewachsenen Schweizers Gian Paolo Minelli (*1968) zeichnen sich durch eine unkonventionelle Verbindung von Sozialkritik mit ästhetischer Perfektion aus. Sein Interesse gilt dabei insbesondere sozialen Randgebieten von Grossstädten und den dort lebenden Menschen.

Piedra Buena ist eine heruntergekommene, in den 1980er-Jahren infolge anhaltender Zuwanderung aus dem Boden gestampfte Siedlung im Süden von Buenos Aires, die mit Problemen wie Arbeitslosigkeit und Drogenmissbrauch zu kämpfen hat. Das Quartier bildet eine Art eigenständige Stadt in der Stadt, dessen Gesetzen man sich zu unterwerfen hat, möchte man in ihm überleben. Für die zwischen 2002 und 2006 entstandene Werkgruppe

Zona Sur hat sich Gian Paolo Minelli der sozialen Realität dieses Ortes angenommen. Mit Hilfe seiner Fotokamera ist es ihm gelungen, sich den in der Siedlung wohnenden Menschen zu nähern, und sie schliesslich dazu zu animieren, zusammen mit ihm kulturelle Veranstaltungen wie Performances, Theateraufführungen oder Konzerte durchzuführen. Auf diese Weise sind zahlreiche Fotografien und Videoarbeiten entstanden. Sie zeugen von grossem Respekt des Künstlers gegenüber den Bewohnern und sind Ausdruck des
sozialen Engagements, das für die Arbeiten von Gian Paolo Minelli entscheidend ist.

KÜNSTLERINNEN
Gian Paolo Minelli
KURATORINNEN
Massimiliano Madonna
● PRESSE

MADONNA Konzepte & Kommunikation GmbH